Seit 20 Jahren produziert und verkauft Reporter ohne Grenzen regelmäßig Fotobücher. Dank Unterstützung von renommierten Fotografen und Fotoagenturen kann Reporter ohne Grenzen mittlerweile die Hälfte seines Budgets aus dem Verkauf von Fotoalben beziehen.

Das aktuelle Album zeigt die Arbeiten des britischen Fotgrafen Martin Parr. Parr ist seit 1994 Mitglied der Magnum- Fotoagentur und führend auf dem Gebiet der gegenwärtigen Fotografie. Mit viel Humor fängt Parr mitunter bizarre Aspekte der Kosumgesellschaft ein.

14.05.12 9:24 | Fotobücher

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In der syrischen Stadt Aleppo ist während einer Demonstration am 4. Mai der erst 19 Jahre alte Bürgerjournalist Abdul Ghani Kaakeh von Sicherheitskräften mit gezielten Schüssen getötet worden.

Kaakeh wurde in den Nacken geschossen, während er die Demonstranten mit einer Kamera aufzeichnete. Kurz zuvor wurde er vom Sicherheitsdienst aufgefordert, das Filmen zu stoppen.

Reporter ohne Grenzen verurteilt das brutale Vorgehen der syrischen Streitkräfte und des Sicherheitsdienstes zutiefst. „Der Mord an Abdul Ghani Kaakeh ist ein weiteres trauriges Zeichen dafür, wie der syrische Präsident Bashar al-Assad den Plan eines Waffenstillstands ignoriert, den Kofi Annan, der ehemalige Generalsekretär der UNO, vorgeschlagen hatte", so ROG.




9.05.12 11:15 | | Weiter lesen >>

Eine traurige Bilanz anlässlich des internationalen Tags der Pressefreiheit: Alle fünf Tage stirbt weltweit ein Journalist

Der Tod ist allgegenwärtig, auch im Arbeitsbild der Berufskategorie Journalismus. Alle fünf Tage stirbt auf unserer runden, globalen Welt ein Reporter, eine Reporterin. Nicht im Frieden mit sich selbst sondern plötzlich, gewaltsam, irgendwo. Im Dienst eines mitunter tödlichen Berufes, verpflichtet der Informationsfreiheit. Das ist die traurige Bilanz, die Reporter ohne Grenzen anlässlich des internationalen Tags der Pressefreiheit zog.



UT: Press Freedom Award 2012 in Italien ausgeschrieben


Reporter ohne Grenzen (ROG) zieht am Tag der Pressefreiheit eine traurige Bilanz: 21 Journalisten wurden seit Jahresbeginn getötet, ebenso wie 6 Blogger. Die meisten von ihnen starben in Kriegszonen wie Somalia und Syrien.

Auch die Liste der Feinde der Pressefreiheit ist um sechs Namen erweitert worden, insgesamt umfasst sie nun 41 Personen. Ganz oben stehen der syrische Präsident Baschar al-Assad und die somalische islamistische Militia.

„'Keine Stimme neben der unseren' - und 'keine Zeugen für unsere Verbrechen' - das ist das Credo autoritärer Regimes, welche Presse- und Informationsfreiheit als ihre Feinde auserkoren haben", so Reporter ohne Grenzen.

Sechs neue Feinde der Pressefreiheit finden sich auf der Liste von Reporter ohne Grenzen: die nigerianisch-islamistischeTerrorgruppe Boko Haram, der Oberste Militärrat in Ägypten, welcher dem gestürzten ägyptischen Diktator Hosni Mubarak in Repressionen um nichts nachsteht, weiters der somalische Informationsminister Abdulkadir Hussein Mohamed sowie Vasif Talibov, Oberhaupt der aserbaidschanischen Region Nachitschewan. Auch der pakistanische Geheimdienst und der nordkoreanische Diktator Kim Jong-un stehen nun auf der Liste.

Die vollständige Liste der Feinde der Pressefreiheit finden Sie hier


Press Freedom Award 2012 in Italien ausgeschrieben

Der Press Freedom Award wird 2012 in Italien ausgeschrieben. „Wir wollen auch in diesem Jahr wieder ein Land innerhalb der EU thematisieren, um nicht nur Missstände außerhalb Europas zu kritisieren, sondern auch vor unserer eigenen Haustür Schmutz zu kehren", so Rubina Möhring, Präsidentin von Reporter ohne Grenzen Österreich, die auf Einreichungen aus dem Italien der post-Berlusconi Ära gespannt ist.

Reporter ohne Grenzen verleiht in Österreich traditionell seit 2001 den Press Freedom Award an Reporter, Journalisten und Publizisten in Südosteuropa und in den Nachbarstaaten der Europäischen Union. 2012 ist der Award Italien gewidmet. Die Verleihung findet im Dezember 2012 statt. Der Ehrenschutz liegt bei der österreichischen UNESCO - Kommission.

Der Press Freedom Award 2012 ist mit 6000 Euro dotiert. Verliehen wird der Preis für Beiträge in Print- und elektronischen Medien sowie für Serien, Bücher und Lebenswerke. Eingereicht werden können Beiträge von demokratie- oder menschenrechtspolitischer Relevanz, die zwischen dem 3. Mai 2011 und dem 3. Mai 2012 in einem italienischen Medium veröffentlicht wurden. Die Einreichfrist ist der 15. September 2012.

3.05.12 9:54 | | Weiter lesen >>

pfn1_cover_screen.jpgZur Online-Zeitschrift hier

Am 3. Mai 2012, dem Internationalen Tag der Pressefreiheit, ist es soweit: Reporter ohne Grenzen Österreich geht mit einem neuen Magazin an den Start: press.freedom.now - die Zeitschrift für freie Information. Gleichzeitig gibt Reporter Ohne Grenzen Österreich die Ausschreibung des Press Freedom Award 2012 bekannt: Der Preis für mutigen Journalismus wird in diesem Jahr an Journalistinnen und Journalisten aus Italien verliehen.

Press.freedom.now - die Zeitschrift für freie Information
Der 3. Mai, Internationaler Tag der Pressefreiheit, markiert den Start des neuen Magazins press.freedom.now. Herausgeberin ist Rubina Möhring, Präsidentin von Reporter ohne Grenzen Österreich, die Chefredaktion hat Barbara Hoheneder übernommen, die Artdirektion liegt bei Herbert Ellinger. Rubina Möhring erklärt: „Die Zweisprachigkeit des Titels press.freedom.now ist Programm: Presse- und Informationsfreiheit kennen keine nationalen Grenzen. International sind deshalb auch die AutorInnen. Die einen schreiben in ihrer Muttersprache Deutsch, andere in der weltweiten Kompromiss-Sprache Englisch."




2.05.12 12:08 | | Weiter lesen >>

Reporter ohne Grenzen (ROG) ist schockiert über die Haftbedingungen für den aserbaidschanischen Fernsehjournalisten Saur Gulijew. „Gulijew wird psychisch und physisch unter Druck gesetzt", so die Organisation, „sein Gesundheitszustand hat sich stark verschlechtert". Aserbaidschanische Parlamentsabgeordnete wiesen bei einem Gespräch mit ROG in Berlin den Vorwurf zurück, der Journalist werde im Gefängnis schikaniert.

Saur Gulijew, Chef des regionalen Fernsehsenders Chajal TV, war am 13. März nach Protesten in der nordaserbaidschanischen Stadt Quba festgenommen worden. Bei Unruhen wurden dort Anfang März mehrere Menschen verletzt, der regionale Gouverneur verlor seinen Posten.

Trotz seines schlechten Gesundheitszustands wurde Gulijew seit seiner Verhaftung mehrmals verlegt. Wärter erniedrigten ihn, indem sie ihn zwangen, nackt über den Korridor zu laufen. Vor seiner Verlegung in ein Bakuer Gefängnis am 14. April verweigerte man Gulijew jegliche medizinische Behandlung. Der Journalist hat ein Magengeschwür und leidet unter inneren Blutungen.

30.04.12 9:11 | | Weiter lesen >>

Politik der leeren Stühle bei der Fußball-EM in der Ukraine - In Wien kämpft das Funkhaus um sein Überleben

Blog von Rubina Möhring

Der Groschen ist gefallen. Endlich. Auch in Politikerköpfen sickert die Erkenntnis durch: Sport ist nicht nur Brot und Spiele oder ein Mega-Werbeevent. Internationales Hochleistungssporteln bewegt sich nicht im politisch luftleeren Raum. So hat auch die Fußball-EM primär nichts mehr mit einer Frieden fördernden Völkerverbindung zu tun. Es geht ums schiere Geld - sehr viel Geld vor und hinter den Kulissen - und um die Reputation des Gastgeberlandes. EU-Politiker wollen nun im Falle der Ukraine die Notbremse ziehen, ein Exempel statuieren. Wegen Politjustiz und Missachtung der Menschenrechte.
  
Boykott der Eröffnungsfeier, eine Politik der leeren Stühle ist angesagt. Deutschlands Innenminister denkt öffentlich darüber nach, ebenso EU-Kommissarin Viviane Reding. Den ersten Kick gab Joachim Gauck, der jüngst zum deutschen Bundespräsidenten gekürte Bürgerrechtler. Er sagte seine Teilnahme beim EU-Präsidententreffen in Kiew ab. Begründung: die unzulässige, Menschenrechte verachtende Behandlung der inhaftierten, schwerkranken, früheren Ministerpräsidentin Julia Timoschenko. Deren Tochter Eugenia im O-Ton: "Ohne den Druck der EU wäre meine Mutter nicht mehr am Leben."



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Am 3. Mai, dem Internationalen Tag der Pressefreiheit, ist es soweit: Reporter ohne Grenzen Österreich geht mit einem neuen Magazin an den Start: press.freedom.now - die Zeitschrift für freie Information. Die Vierteljahrszeitschrift umfasst 68 Seiten, die Auflage der Start-Ausgabe liegt bei 23.000 Stück.

Präsentation:
2. Mai 2010, 10.00 Uhr
Palais Epstein
Doktor-Karl-Renner-Ring 3 
1010 Wien 


press.freedom.now - die Zeitschrift für freie Information ist eine mediale Plattform für Experten, die wissen, wie hinter den Kulissen die Hebel bedient werden. Ein Sprachrohr für all jene, die sonst möglicherweise nicht zu Wort kommen, in- und außerhalb ihres Landes. Ein Medium für JournalistInnen, die wissen, was Sache ist. Unabhängig davon, ob sie arriviert sind, oder nicht. Was zählt, ist der Inhalt.




23.04.12 12:06 | | Weiter lesen >>


19.04.2012 -  Reporter ohne Grenzen (ROG) ist schockiert über den Angriff auf den unabhängigen Journalisten Idrak Abbasow in Aserbaidschan. Der 35-jährige Reporter dokumentierte gestern Zwangsumsiedlungen in der Nähe von Baku, als Sicherheitsleute der staatlichen Ölfirma Socar ihn bewusstlos schlugen und ihm seine Kamera abnahmen. Abbasow liegt mit schweren Verletzungen im Krankenhaus. Auch andere Journalisten wurden verletzt, darunter die Korrespondentin der oppositionellen Zeitung Jeni Musawat, Gunaj Musajewa.

"Die Regierung muss umgehend Untersuchungen einleiten und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen, sonst macht sie sich zum Mittäter", so ROG. Die Organisation verweist auf die Beschwerden zahlreicher Bürger über das Vorgehen der Behörden bei Umsiedlungen und Neubauten vor dem Eurovision Song Contest.



23.04.12 8:23 | | Weiter lesen >>

Vor dem Formel 1-Rennen in Bahrain protestiert Reporter ohne Grenzen (ROG) mit einer Petition gegen die Verfolgung regimekritischer Journalisten in dem Golfstaat. In einem offenen Brief an Staatsoberhaupt Hamad bin Issa al Chalifa forderte ROG in dieser Woche zusammen mit anderen Menschenrechtsorganisationen zudem die sofortige Freilassung inhaftierter Blogger und Journalisten.

Bahrain ist einer der gefährlichsten Orte für Journalisten weltweit. Reporter ohne Grenzen zählt den König von Bahrain zu den Feinden der Pressefreiheit. Seit Beginn der Demonstrationen gegen das Königshaus im Februar 2011 versucht die Staatsspitze mit allen Mitteln, Berichte über die Proteste und deren brutale Niederschlagung zu verhindern. Ausländische Reporter dürfen seither nicht mehr einreisen. Lokale Online-Aktivisten, Journalisten und vor allem Fotografen werden bei Demonstrationen systematisch bedroht und angegriffen. Viele wurden festgenommen und von Militärgerichten zu Haftstrafen verurteilt. In Gefängnissen ist Folter weit verbreitet.

23.04.12 8:14 | | Weiter lesen >>

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Eynulla Fatullayev, Journalist und Menschenrechtsaktivist in Aserbaidschan, erhält den Guillermo-Cano-Preis der Unesco für Pressefreiheit. Er saß für seine Aktivitäten im Gefängnis. Am 3. Mai wird der Presi an Fatullayev in Tunesien verliehen.



                                                                                          copyright: APA/Preiss

Eynulla Fatullayev wurde bereits 2009 mit dem Press Freedom Award von Reporter ohne Grenzen ausgezeichnet. Der damalige Medienbeauftragte der OSCE, Miklos Haraszti, begründete die Entscheidung der Jury: „Der Reporter aus Aserbaidschan wurde für seine Standhaftigkeit und seinen Mut als kritischer und investigativer Journalisten ausgezeichnet." Fatullayev wurde bereits mehrmals von der Regierung verfolgt und angeklagt.

Zuletzt war Fatullayev zu Gast in Wien als Vortragender auf der Medienkonferenz von Reporter ohne Grenzen zum Thema "10 Jahre 9/11" am 11.9.2011 im Haus der Europäischen Union.





18.04.12 13:05 |

Reporter ohne Grenzen (ROG) fordert die sofortige Freilassung des iranischen Internet-Experten Mohammad Solimaninja. Er sitzt seit drei Monaten im Gefängnis und wird nach Informationen von ROG massiv unter Druck gesetzt, die Regierung beim Aufbau eines „nationalen Internets" zu unterstützen.

Solimaninja hatte das populäre Business-Netzwerk u24 betrieben und die Webseiten zahlreicher iranischer Nichtregierungsorganisationen betreut. Am 10. Januar wurde er vor ein Revolutionstribunal in Karadsch geladen und anschließend verhaftet. Beamte des Ministeriums für Nachrichtenwesen und Sicherheit durchsuchten sein Haus und beschlagnahmten Computer, Festplatten und CDs. u24 ist seither nicht mehr zugänglich.

16.04.12 9:18 | | Weiter lesen >>

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Der libanesische Kameramann Ali Shaaban vom TV Sender „Al-Jadeed" (Libanon),ist gestern während eines Feuergefechtes an der syrisch-libanesischen Grenze ums Leben gekommen. Shaaban befand sich mit zwei Kollegen in einem Auto, als sie plötzlich und ohne Vorwarnung unter Beschuss gerieten.

Reporter ohne Grenzen (ROG) ist zutiefst bestürzt über den Tod des 32-jährigen Shaaban. "Mit einiger Wahrscheinlichkeit wurde das Auto absichtlich beschossen, die Journalisten waren wohl keine zufälligen Opfer", so ROG. "Journalisten sollten nicht das Ziel der in dieser Region herrschenden Gewalt werden", so ROG weiter.



11.04.12 12:40 | | | Weiter lesen >>

Blog von Rubina Möhring

Medialer Missbrauch eines Roma-Kindes - Literatur-Nobelpreisträger Grass hat andere Sorgen

Medial konnten zu Ostern weder der Papst noch der unerwartete Schnee die zwei Info-Stars toppen. Der eine ist Literatur-Nobelpreisträger Günther Grass. Der andere ein - Name unbekannt - Roma-Bub, von einem Schweizer Wochenblatt zum Coverboy für fremdenfeindliche Thesen missbraucht. Beide Fälle spiegeln fragwürdige Medien-Wirklichkeit wieder.

Der eine weiß was er sagt, glaubt zu wissen, „was gesagt werden muss", ist für das, was er sagt, selbst verantwortlich. Der Nobelpreisträger hat sich mit einem anti-israelischen Gedicht perfekt in Szene gesetzt. Man könnte auch sagen, in die Nesseln.

Günther Grass wollte, so scheint es, vor einer politischen Eskalation warnen, hat jedoch mit „letzter Tinte" voll daneben getippt Die internationalen Schlagzeilen waren ihm sicher, sein Ruf als reflektierender Denker ist bis auf weiteres lädiert. Grass ist klug genug, um zu wissen, was er tut. Also Entschuldigung, Entschuldigung. Antisemitisch sei seine jüngste Lyrelei auf keinen Fall gemeint.





Reporter ohne Grenzen (ROG) verurteilt eine seit sechs Wochen andauernde Hasskampagne russischer Behörden gegenüber dem TV Sender "Puls TV" in der südwestlichen Stadt Azov in Russland.

Nach Angaben des Senderchefs Alexei Sklyarov wird "Puls TV" seit Mitte Februar immer wieder mit existenzbedrohenden Schwierigkeiten konfrontiert. Die Vorfälle reichten von plötzlich angeordneten aufwendigen Inspektionen des Senders und des Gebäudes, angebliche Beschwerden von Anwohnern beispielsweise über negative Auswirkungen der technischen Ausrüstung des Senders auf die Bewohner der näheren Umgebung sowie die völlig unvorhergesehene Aufkündigung des Mietverhältnisses von "Puls TV". Begonnen hatte die Serie von Einschüchterungen, nachdem sich Sklyarov als Freiwilliger im sogenannten Wählerbündnis gemeldet hatte. Das Wählerbündnis entstand während der Wahlproteste im Dezember des Vorjahres mit dem Ziel, eine umfassende Wahlbeobachtung und damit demokratischere Wahlen zu ermöglichen.

"Wir sind sehr besorgt um die Zukunft des Senders 'Puls TV' und fürchten, dass dieser Fall von Einschüchterung der Medien beispielhaft für die Region werden könnte", so ROG.

29.03.12 12:35 | | Weiter lesen >>

Blog von Rubina Möhring

Benedikt XVI. auf medialer Erfolgstour in Havanna

Ciao Havanna. Heute noch Kurzbesuch beim Máximo Líder und Abschiedsmesse auf dem Platz der Revolution, dann geht's wieder heimwärts in den Vatikan. Drei Tage lang hat Papst Benedikt XVI. Kuba besucht, brav gerierten sich die Medien als verlässliche Hofberichterstatter. Die PR-Abteilung des Vatikans freut sich, die der Regierung in Havanna ebenso.

Kuba machte zur Abwechslung politisch unverfängliche Schlagzeilen, das kurbelt den Tourismus an. Promi-Tourist Benedikt konnte gewissermaßen mit einem Heimspiel rechnen: Jede zweite Kubanerin, jeder zweite Kubaner ist Mitglied der katholischen Kirche. Einen menschenliebenden Sidestep zum neben Kuba gelegenen US-Hochsicherheitsgefängnis Guantanamo machte er auch in seinen Reden nicht. Warum auch. Dort sind vor allem Andersgläubige untergebracht.


Der Journalist Rawle Titus vom karibischen Inselstaat Grenada erhielt kurz nach der Veröffentlichung seines regierungskritischen Textes in der Wochenzeitung "Grenada Advocate Weekly" seine Kündigung. Bisher spricht alles dafür, dass der von ihm kritisierte grenadische Premierminister Tillman Thomas Druck auf die Zeitung ausgeübt hat, um eine Kündigung durchzusetzen.

Reporter ohne Grenzen (ROG) fordert eine Erklärung des grenadischen Premierministers Tillmann Thomas und dessen Pressesprecher zu diesem Vorfall. Beide sollten sich umgehend zu den Vorwürfen äußern, sie hätten die Kündigung des Journalisten angeordnet, nachdem dieser sich geweigert hatte, seinen Artikel zurückzuziehen und sich zu entschuldigen, so Reporter ohne Grenzen.

Rawle Titus hatte am 9. März einen Artikel in der unabhängigen Wochenzeitung "Grenada Advocate Weekly" veröffentlicht, in dem er die Vorgehensweise des Premierministers bei der Auswahl der Kandidaten für den Nationalkongress für die nächste Wahl kritisierte. Der Premierminister Thomas habe seine Entscheidungen im Alleingang getroffen statt sich mit den Parteivorsitzenden abzusprechen, so Titus in seinem Artikel.

28.03.12 11:50 | | Weiter lesen >>

Reporter ohne Grenzen (ROG) verurteilt das rigorose Vorgehen der aserbaidschanischen Behörden gegen Journalisten, die über Unruhen im Norden des Landes berichtet haben. Mitte März waren mehrere Reporter festgenommen worden, für zwei von ihnen ordnete ein Gericht nun eine zweimonatige Untersuchungshaft an. „Diese Festnahmen haben keinerlei rechtliche Grundlage", so ROG. Die Organisation fordert die sofortige Freilassung der beiden Journalisten, denen bis zu drei Jahren Haft drohen.

Auslöser der Proteste im nordaserbaidschanischen Quba war ein Youtube-Video, in dem sich der Gouverneur Rauf Habibow abfällig über die Bewohner der Stadt äußert. Am 1. März protestierten daraufhin etwa tausend Menschen vor dem Haus des Gouverneurs und forderten seinen Rücktritt. Die Polizei trieb die Menge Medienberichten zufolge mit Wasserwerfern und Tränengas auseinander. Dabei wurden mehrere Journalisten verletzt, unter anderem Raschad Alijew, Kameramann der lokalen NGO Institut für die Freiheit und Sicherheit von Journalisten (IRFS). Der umstrittene Gouverneur wurde einen Tag später entlassen.


28.03.12 9:12 | | Weiter lesen >>

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Menschenrechtsexperte Manfred Nowak zieht Bilanz





Als Sonderberichterstatter über Folter der Vereinten Nationen hat der renommierte Menschenrechtsexperte Manfred Nowak die erschreckenden Zustände in Gefängnissen, Polizeizellen, psychiatrischen Anstalten und sonstigen geschlossenen Einrichtungen weltweit untersucht und dokumentiert. Unter dem Schutz der UNO war es ihm möglich, diese Haftstätten mit seinem Team unangekündigt und unbeobachtet zu inspizieren, vertrauliche Gespräche
mit Häftlingen zu führen, die Spuren der Folter festzuhalten.





26.03.12 10:03 | | Weiter lesen >>

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am 9. Dezember 2011 um 10 Uhr  im Haus der Europäischen Union, Wipplinger Str. 35, 1010 Wien

Details im Programm

Presseaussendung zur Veranstaltung am 9.Dezember




9.12.11 10:00 - 9.12.11 12:00 | Haus der Europäischen Union
Im Post-Mubarak-Ägypten verschlechtert sich die Lage von Online-Dissidenten zunehmend. Die Meinungsfreiheit im Internet wird beschnitten. Es droht die Rückkehr in die Ära Mubarak. Unter der Übergangsregierung wurden zwei Blogger festgenommen und einer von ihnen durch das Militärgericht zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Zivilisten dürfen nicht vor Militärgerichte gestellt werden. Der Übergang zu Demokratie und Menschenrechten ist gefährdet.

Petitionsschreiben an den Obersten Rat der Streitkräfte

Ihre Exzellenz Essam Scharaf, Ministerpräsident von Ägypten,

Blogger und Aktivisten haben das Recht, ihre Meinung kundzutun, auch dann, wenn die Übergangsregierung diese Meinung nicht teilt. Dies gehört zu einem demokratischen System, zu dem sich ihr Land bekennt. Die Repressionen gegen Blogger und Internetnutzer müssen enden und die Zensurmaßnahmen eingestellt werden.

Mit Alaa Abdel Fattah und Maikel Nabil Sanad wurden zwei ägyptische Internet-Aktivisten verhaftet. Der Blogger Maikel Nabil Sanad wurde zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe durch ein Militärgericht verurteilt. Der Oberste Rat der Streitkräfte muss der Strafverfolgung von Zivilisten vor Militärgerichten ein Ende setzen, oder Sie gefährden den erfolgreichen Übergang Ägyptens zur Demokratie.

Wir fordern die Militärregierung auf, die Verfolgung von Internet-Dissidenten einzustellen sowie die Blogger Alaa Abdel Fattah und Maikel Nabil Sanad sofort freizulassen.

Wir möchten Sie außerdem daran erinnern, dass das Sammeln und Verbreiten von Informationen ein Recht ist, das im Artikel 19(2) des „Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte", den Ägypten unterzeichnet hat, garantiert wird. Dies beinhaltet „das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten."

Sign the petition here >>
16.11.11 9:09 | Petitionen |

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Reporter ohne Grenzen ist eine regierungsunabhängige Menschenrechtsorganisation mit Beobachterstatus bei Europarat und UNESCO und ist akkreditiert bei den Vereinten Nationen.

<info@rog.at>

Alser Str. 22/8, 1090 Wien
tel. +43/1/581.00.11
fax +43/1/276.79.71

Spendenkonto
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