am 14.10. ab 20:05 auf Okto

Welche Aufgaben erfüllen Medien in einer Demokratie? Wie kommen JournalistInnen zu ihren Informationen? Und wie ist es um die Rollenverteilung zwischen PolitikerInnen und JournalistInnen bestellt? Über diese und weitere spannende Fragen diskutieren: Andreas Koller (stv. Chefredakteur Salzburger Nachrichten & Präsident Presseclub Concordia) | Herlinde Pauer-Studer (Ethikprofessorin, Uni Wien) | Richard Richter (Psychotherapeut & Sendungsmacher Europa und der Stier) | Armin Thurnher (Herausgeber Falter).



2.10.14 10:59 |

Reporter ohne Grenzen (ROG) fordert Regierung und Justiz Bahrains auf, alle Vorwürfe und das Reiseverbot gegen die Menschenrechtsaktivistin Maryam al-Khawaja fallenzulassen. Khawaja kämpft seit Jahren unermüdlich gegen die Verfolgung von Journalisten, Aktivisten und Oppositionellen in dem arabischen Golfstaat. Am 30. August wurde sie am Flughafen der Hauptstadt Manama bei der Einreise festgenommen. Am (morgigen) Mittwoch beginnt der Prozess gegen sie wegen eines angeblichen Angriffs auf Sicherheitsbeamte.

„Maryam al-Khawaja steht vor Gericht, weil sie für Grundrechte wie Presse- und Versammlungsfreiheit eintritt und die Menschenrechtsverletzungen der bahrainischen Regierung öffentlich gemacht hat", sagte ROG-Österreich Präsidentin Rubina Möhring. „Sie gehört ebenso wenig vor Gericht oder in ein Gefängnis wie die vielen Journalisten, Fotografen und Blogger, die wegen ihrer Berichte über die Protestbewegung in Bahrain verfolgt werden."



30.09.14 13:21 | | Weiter lesen >>

Blog von Rubina Möhring

Bei radikalen Terrormilizen wie dem selbsternannten "Islamischen Staat" wird die UN-Resolution keinen bleibenden Eindruck hinterlassen

Wien - Gratulation. Das österreichische Außenministerium hat es geschafft: Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen hat jene Resolution angenommen, die dem Schutz von Journalisten dient. Eine Resolution, die vor allem auch fordert, dass Morde an Journalisten geahndet werden. Über 90 Prozent aller Fälle blieben bisher ungeklärt, die Täter ungestraft, konstatiert unser Außenminister. Das soll sich nun ändern. Fragt sich nur, wie?

Traurige Zwischenbilanz des heurigen Jahres: 51 Journalistinnen, Journalisten und 20 Onliner wurden bereits getötet. Nicht weil sie unerfahren oder unvorsichtig waren, sondern vor allem, weil sich ihr Rollenspiel verändert hat. "Wir sind zu Trophäen geworden, zu Beutezielen, zu gejagten Tieren", schreibt die niederländische Journalistin Minka Nijhuis im deutschen Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Die Berichterstattung aus Kriegs- und Krisengebieten mutiert mehr und mehr zu einer Freifahrt in politische Geiselhaft mit tödlichem Ausgang. Zumindest wenn man in die Fänge des IS gerät.



Reporter ohne Grenzen (ROG) fordert die Regierungen Liberias und Guineas auf, den Kampf gegen Ebola nicht zulasten der Pressefreiheit zu führen. In Liberia haben die Behörden mehrfach gravierend in die Arbeit mehrerer Zeitungen eingegriffen. In Guinea lynchten Dorfbewohner drei Journalisten. Diese hatten Vertreter der örtlichen Behörden begleitet, die über die Gefahren des Ebola-Virus informieren wollten und von aufgebrachten Bewohnern angegriffen wurden.

„Die Ebola-Epidemie darf kein Vorwand sein, um die Arbeit der Medien einzuschränken", sagte ROG-Österreich Präsidentin Rubina Möhring. „Gerade angesichts der aktuellen Krise müssen Journalisten ungehindert arbeiten können, um die Menschen in den betroffenen Gebieten kontinuierlich über die Ausbreitung der Krankheit und über die Reaktion der Behörden zu informieren."


25.09.14 10:54 | Weiter lesen >>

FETISCH TRANSPARENZ

Wie viel Transparenz braucht bzw. verträgt die Politik? Der Kulturhistoriker Manfred Wagner trifft die Präsidentin von "Reporter ohne Grenzen Österreich" Rubina Möhring und den ehemaligen Nationalratspräsidenten (ÖVP) Andreas Khol zum gemeinsamen Denken.

am 25.09. im Radiokulturhaus, Argentinierstraße 30, 1040 Wien

Weitere Informationen hier



23.09.14 11:58 |

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Mindestens drei Journalisten wurden am 20. September in der Hauptstadt der Dominikanischen Republik, Santo Domingo, verletzt, während sie über Proteste der Bevölkerung haitianischer Abstammung berichteten.

Die Vorfälle ereigneten sich in der Nachbarschaft, die als „Region des 27. Februar" bekannt ist (Tag der Unabhängigkeit der Dominikanischen Republik). Nachdem ein Polizist einen gebürtigen Haitianer angeschossen hatte, gerieten Proteste aus dem Ruder und es entwickelte sich eine Straßenschlacht. Die Journalistin Yasiris Sánchez (TV „Telesistema") und ihr Kameramann José Cruz sowie ein weiter Kameramann Silvino da Silva (TV Color Visión) wurden bei ihrer Berichterstattung vor Ort zum Teil schwer verletzt. Sánchez musste mit einer Verletzung am Arm im Krankenhaus behandelt werden, Cruz wurde am Kopf genäht, nachdem er mit einem Stein verletzt worden war.




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Herausgegeben von Herlinde Pauer-Studer und Julian Fink

Auf welchen normativen Grundlagen beruhte das NS-System? Mit welcher Rechtfertigung konnte der Führerwille dort zu einer Quelle des Rechts werden? Wie war es gemäß der NS-Strafgesetzgebung möglich, Handlungen zu bestrafen, die gegen kein geschriebenes Gesetz verstießen?

Die in diesem Band versammelten und kommentierten Originaltexte geben Einblick in das Denken von Rechtstheoretikern, die mit dem Nationalsozialismus sympathisierten, und belegen deren Versuch, autoritäre und dem Rechtsstaat widersprechende Rechtsprinzipien zu legitimieren. Dabei zeigt sich ein überraschender und bis jetzt von der rechts- und moralphilosophischen Forschung weitgehend unbeachteter Aspekt des NS-Unrechtssystems: der Versuch einer »Ethisierung« des Rechts und die damit verbundene Totalisierung des machtstaatlichen Einflusses.




23.09.14 9:41 |

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Reporter ohne Grenzen (ROG) ist Kooperationspartner der „VHS Menschenrechtsreihe 2014/2015". ROG-Präsidentin Rubina Möhring wird am 28.1.2015 in der VHS Floridsdorf zum Thema "Recht auf Information" und "Meinungsfreiheit" diskutieren.


Im Oktober beginnt der Themenmonat „Recht auf Menschenwürde" an der VHS Wiener Urania. Er ist der Auftakt zu einem Jahr Menschenrechts-Vorlesungen an unterschiedlichen Volkshochschulen in Wien.

Alle Veranstaltungen im Rahmen der „VHS Menschenrechtsreihe 2014/2015" sind zu 100% kostenfrei und können von allen Menschen besucht werden.

Das Programm finden Sie als E-Reader auch unter http://www.vhs.at/kursprogramme/menschenrechte, die gedruckte Broschüre kann auch individuell unter menschenrechte@vhs.at gemeinsam mit dem Plakat angefordert werden. 


22.09.14 12:57 | | Weiter lesen >>

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Wie Reporter ohne Grenzen kürzlich erfuhr, ist das Auto des in Argentinien bekannten TV-Journalisten Gustavo Sylvestre (Moderator der Sendung „Minuto Uno" beim privaten Nachrichtensender „C5N" von unbekannten Tätern durch einen Brandanschlag bereits am 11. September zerstört worden.

Aus Filmmaterial einer Sicherheitskamera geht hervor, dass ein unmaskierter Täter vor dem Haus des Journalisten in Buenos Aires einige Minuten in dessen Auto verbrachte, ausstieg und der Wagen kurze Zeit später in Brand geriet. Sylvestre steht seit dem Vorfall unter Polizeischutz.

„Wir fordern die Polizei auf, diese Tat restlos aufzuklären" so ROG-Österreich Präsidentin Rubina Möhring. „Der Vorfall gehört zu den typischen Einschüchterungsversuchen, um kritische Journalisten zum Schweigen zu bringen", so Möhring weiter.


18.09.14 11:17 | | Weiter lesen >>

Das neue Fotobuch von Reporter ohne Grenzen enthält 100 Bilder des deutschen Modefotografen Peter Lindbergh. Zu Sehen gibt es ein Motiv in verschiedensten Ausführungen - Frauen. Models wie Kate Moss, oder Schauspielerinnen wie Nicole Kidman, Natassja Kinski und Tilda Swinton sind das Spezialgebiet von Lindbergh, der seit über 40 Jahren die Fashion-Welt ablichtet.

Preis: EUR 9,90

zu bestellen per mail bei info@rog.at


17.09.14 12:34 | Fotobücher

Die religiösen Führer von sieben islamischen Organisationen haben einen Aufruf von Reporter ohne Grenzen unterschrieben, in dem die Gewaltverbrechen der bewaffneten Extremistengruppe „Islamischer Staat" (IS) gegen Journalisten verurteilt werden.

Muslimische Führungspersonen aus Katar, Indonesien, Frankreich, Großbritannien, den USA und Kanada verurteilen die brutale Hinrichtung der US-Journalisten James Foley und Steven Sotloff durch den IS, deren filmische Dokumentation am 19. August bzw am 2.September weltweit verbreitet wurde. Darüber hinaus distanzieren sich die unterschreibenden Personen von Zivilisten wie Journalisten, die in Syrien und im Irak aus angeblich religiösen Motiven geschehen. Der Islam dürfe nicht als Motiv für politische Zwecke benutzt werden, sind sich die Organisationen einig. Sie fordern, alle Journalisten und Zivilisten, die sich in Gefangenschaft befinden, zu entlassen.


11.09.14 11:13 | Weiter lesen >>

Reporter ohne Grenzen Österreich (ROG) protestiert entschieden gegen die Verweigerung eines Einreisevisums nach Aserbaidschan für die "Presse"-Berichterstatterin Jutta Sommerbauer. „Das ist nicht nur ein inakzeptabler Affront gegen die Pressefreiheit, sondern auch gegen Österreich", erklärt die Präsidentin von ROG Österreich, Rubina Möhring. „Außenminister Kurz ist deshalb aufgefordert, vor seinem Besuch in Aserbaidschan auf der Visa-Erteilung für die Journalistin zu bestehen". 

Die Journalistin begleitet die am Sonntag angetretene Reise von Außenminister Sebastian Kurz nach Armenien, Georgien und Aserbaidschan. In Aserbaidschans Hauptstadt Baku wird Kurz erst am Donnerstag seine politischen Gesprächspartner treffen. Reporter ohne Grenzen Österreich erwartet zudem eine Stellungnahme seitens des österreichischen Außenministers zu der Verhaftungswelle von führenden NGO-Repräsentanten Ende Juli/Anfang August diesen Jahres in Aserbaidschan. Menschenrechte, das Recht auf Medien- und Meinungsfreiheit sind nicht weniger wichtig als wirtschaftliche Interessen.



8.09.14 9:37 | | Weiter lesen >>

Blog von Rubina Möhring

ien - Eine Mutter bittet um die Freilassung ihres Sohnes. In einer Videobotschaft wendet sie sich direkt an dessen IS-Entführer in der Hoffnung, dieser werde muslimischer Tradition folgend Milde walten lassen. Die Antwort kommt postwendend ebenfalls per Video: Bilder der Enthauptung des 31-jährigen Steven Sotloff. Knapp zwei Wochen zuvor war sein 40-jähriger Kollege James Foley genauso menschenunwürdig ermordet worden. Beide waren Journalisten, beide US-Staatsbürger, beide in Syrien in die Gewalt der Extremmiliz "Islamischer Staat" (IS) geraten. Deren Ziel ist klar: durch Terror ein Informationsvakuum zu schaffen und nebstbei mit Lösegeld für weitere in Geiselhaft genommene westliche Berichterstatter zu spekulieren. Geld oder Leben.

Wo kein Kläger, da kein Richter

Genaue Angaben über in Syrien vermisste Journalisten gibt es nicht. Kriegs- und Krisenreporterin Petra Ramsauer nannte kürzlich in einem STANDARD-Interview an die 20 entführte Kollegen als Dunkelziffer. Tatsache ist jedenfalls, dass immer weniger Journalisten es wagen, vor Ort aus Syrien zu berichten. Auch das ist Teil der IS-Strategie. Wo kein Kläger, da kein Richter, heißt es im Juristenjargon. Übertragen auf die Berichterstattung bedeutet das, wo kein unbeteiligter Augenzeuge, da keine glaubwürdige Information. Zum Schluss blieben dann nur noch digital verbreitete Propaganda-Sequenzen. Nicht nur aus Syrien, sondern aus allen von der IS beherrschten Regionen. Ende der Durchsage.

Die besondere Perfidie der IS-Führung liegt in der Brutalität der Bilder, mit denen sie die ganze Welt an der Enthauptung der beiden Journalisten teilnehmen ließ. Zunächst als Druckmittel gegenüber der amerikanischen Regierung eingesetzt, im nächsten Schritt möglicherweise auch gegenüber anderen westlichen Staaten. "Kauft eure Bürger frei, oder wir hetzen mit weiteren solchen Videos die Bevölkerung eurer Staaten gegen euch auf" - auch das ist eine Message der IS. Fortsetzung folgt.





Im Rahmen der Ausstellung "World Press Photo 14" vom 05. September bis 12. Oktober 2014 im Fotomuseum WestLicht ist Reporter ohne Grenzen Österreich mit Vorstandsmitglied Julia Herrnböck (Journalistin bei der Tageszeitung "Der Standard") als Moderatorin bei folgender Diskussionsveranstaltung vertreten:


Alles Wahrheit! Alles Lüge!
Inszenierung in der Pressefotografie
Bilder transportieren Emotionen - und werden genau deshalb in Konflikten für Propagandazwecke eingesetzt. Doch wo beginnt Inszenierung: bei der Nachstellung eines Ereignisses für die Kamera? Bei der digitalen Nachbearbeitung? Oder schon bei der Auswahl des Motivs? Und wie können in Zeiten der Amateurfotografie inszenierte Bilder von echten Dokumenten aus unzugänglichen Krisenregionen überhaupt noch unterschieden werden? 

Es diskutieren: 

Jürgen Grimm
, Professor für Kommunikationswissenschaft, Universität Wien
Michael Leckel
, Fotograf, ehemaliger Leiter Bild-Redaktion von Reuters Deutschland
Petra Ramsauer
, Krisenreporterin (NZZ, Zeit, News, Haaretz)
Robert Treichler
, Leiter Auslandsressort, Profil
Moderation: Julia Herrnböck, 
DER STANDARD
Termin: Mittwoch, 10. September 2014, 19 Uhr
Wo: WestLicht. Schauplatz für Fotografie, Westbahnstraße 40, 1070 Wien


Eintritt zur Veranstaltung frei mit gültigem Ausstellungsticket. 
Das WestLicht spendet einen Teil des Erlöses an Reporter ohne Grenzen.


4.09.14 10:50

Reporter ohne Grenzen (ROG) ist bestürzt über die mutmaßliche Ermordung des US-Journalisten Steven Sotloff durch Extremisten der Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS).

„Der zur Schau gestellte Mord an Steven Sotloff ist ein abscheuliches Kriegsverbrechen und muss vor einem internationalen Gericht bestraft werden", sagte ROG-Österreich Präsidentin Rubina Möhring. „Diese Tat erinnert auf schockierende Weise daran, welchen Gefahren auch ausländische, aber vor allem einheimische Journalisten in Syrien und im Irak durch ihre Arbeit tagtäglich ausgesetzt sind. Die Morde an James Foley und Steven Sotloff sollten ein Weckruf an die Staatengemeinschaft sein, endlich mehr zum Schutz von Journalisten in Kriegsgebieten zu tun. Zugleich müssen die Kriegsparteien endlich alle entführten oder wegen ihrer Arbeit inhaftierten Journalisten freilassen."



4.09.14 10:25 | | | Weiter lesen >>

Reporter ohne Grenzen ist bestürzt über den Tod des russischen Fotografen Andrei Stenin in der Ukraine. Der Mitarbeiter der russischen Nachrichtenagentur Ria Novosti war im Osten der Ukraine tot aufgefunden worden.

"Wir sind erschüttert, dass ein weiterer Journalist in der Ukraine ums Leben gekommen ist", sagt ROG-Präsidentin Rubina Möhring. "Wir verlangen jetzt eine unabhängige Untersuchung zu den Umständen des Todes. Journalisten brauchen die Möglichkeit, unabhängig recherchieren und berichten zu können und wir fordern deshalb von allen Seiten, ihre Sicherheit zu garantieren. Nach UN-Resolution 1738 sind Journalisten als Zivilisten zu betrachten und als solche müssen sie von Konfliktparteien auch geschützt werden."


4.09.14 10:21 | | Weiter lesen >>

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Reporter ohne Grenzen (ROG) ist erschüttert über die brutale Ermordung der beiden Journalisten Irshad Mastoi und Abdul Rasool sowie des Buchhaltungschefs Muhammad Junas am vergangenen Sonntag in den Redaktionsräumen der „Online-Nachrichtenagentur" in der pakistanischen Stadt Quetta (Provinz Belutschistan).

Bereits 2012 hatte der ermordete Chefredakteur Irshad Mastoi als Generalsekretär der Journalistenvereinigung Belutschistan gegenüber Reporter ohne Grenzen erklärt, seine Nachrichtenagentur sei in einer gefährlichen Position zwischen den Forderungen der sogenannten Rebellen in Belutschistan, die ihre Forderungen nach Unabhängigkeit medial verbreitet sehen wollten, und dem pakistanischen Geheimdienst, der ebendies mit allen Mitteln zu verhindern versuche.

Für Rubina Möhring, Präsidentin von Reporter ohne Grenzen Österreich, ist das Attentat auf die Journalisten in jenem hochbewachten und gesicherten Bezirk in Quetta ein Zeichen dafür, wie ungehindert und ungestraft sich Mörder in der Region bewegen. Es regiere ein Klima der Straflosigkeit, so Möhring. „Wir fordern die pakistanischen Behörden auf, vor allem die Nachrichtenagenturen noch besser zu bewachen und zu verhindern, dass Journalisten in ihrer Berichterstattung von mehreren Seiten bedroht werden", so Möhring weiter.



2.09.14 11:47 | | Weiter lesen >>

Reporter ohne Grenzen kritisiert, dass in Birma erneut fünf Journalisten vor Gericht gestellt werden. Ein Gericht in Yangon hat am Montag eine Klage gegen Reporter, Redakteure und Herausgeber der Wochenzeitung Bi Mon Te Nay zugelassen. Die Behörden leiteten vergangenen Monat eine Untersuchung gegen die Zeitung ein, nachdem sie einen Artikel veröffentlicht hatte, demnach die Oppositionspolitikerin Aung San Suu Kyi eine Übergangsregierung leiten sollte.

„Nach einer Phase der Entspannung geht die Regierung in Birma wieder mit Härte gegen kritische Journalisten vor", sagt ROG-Österreich Präsidentin Rubina Möhring. „Von freien Medien in Birma kann leider immer noch nicht die Rede sein. Die Regierung hat in den vergangenen Monaten fast zehn Journalisten mit teils mehrjährigen Strafen hinter Gitter gebracht. Das Klima für Journalisten wird wieder gefährlich."

Der Bi Mon Te Nay-Reporter Kyaw Zaw Hein, die Redakteure Win Tin und Thura Aung sowie die beiden Herausgeber Yin Min Htun und Kyaw Min Khaing wurden am Montag mit Verweis auf Artikel 505 (b) des Strafgesetzbuches angeklagt. Die Verordnung legt den Betroffenen Äußerungen zur Last, „die die Öffentlichkeit in Aufregung versetzen" und „die Sicherheit des Staates bedrohen". Das Gesetz wurde auch während der jahrzehntelang währenden Militärdiktatur wegen seiner schwammigen Formulierungen zur Verurteilung von Dissidenten herangezogen.



5.08.14 12:15 | | Weiter lesen >>

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Reporter ohne Grenzen (ROG) ist erschüttert über die mutmaßliche Ermordung des russischen Journalisten und Menschenrechtsaktivisten Timur Kuaschew, der am vergangenen Freitag in einem Vorort der Stadt Naltschik in der autonomen nordrussischen Republik Kabardino-Balkarien tot aufgefunden wurde.

Kuaschew war als Korrespondent für die unabhängige Zeitschrift „Dosh" tätig, die vor allem über die Kaukasus-Region berichtet und 2009 den Press Freedom Prize von Reporter ohne Grenzen gewonnen hat.

„Der Tod von Timur Kuaschew zeigt einmal mehr, welchen Gefahren unabhängige Journalisten in Russland, vor allem in der Region des russischen Kaukasus ausgesetzt sind, so Rubina Möhring, Präsidentin von Reporter ohne Grenzen Österreich. Die gesellschaftliche Atmosphäre in der Region ist extrem polarisiert und gezeichnet von Dauerkonflikten mit benachbarten Republiken. Unabhängiger Journalismus wird hier meist mit der Unterstützung bewaffneter islamistischer Gruppierungen gleichgesetzt. Kuaschew jedoch schrieb „Artikel zu allen aktuellen Themen in der Politik wie auch über den Missbrauch von polizeilicher Gewalt, auf eine sehr ehrliche und couragierte Art", so „Dosh"-Verleger Abdulla Duduyev.



4.08.14 12:39 | | Weiter lesen >>

einladung_award2013_mail.pngDer Preis macht Menschen sichtbar, die aktiv für demokratische Werte arbeiten und leben. 2013 ist die Auszeichnung Journalistinnen und Journalisten aus der Türkei gewidmet. Ihr Mut und ihr Engagement in Sachen Demokratie ist beispielhaft - auch für uns.

Einladung (pdf)
 
Programm:

Begrüßungsworte

Rubina Möhring, Präsidentin ROG Österreich

Albert Rohan, Generalsekretär a. D. im  österreichischen Außenministerium, Sprecher der Jury

Laudatio

Eva Nowotny, Präsidentin der Österreichischen UNESCO-Kommission
 
Auszeichnung der Preisträger

 Ehrenschutz: Österreichische UNESCO-Kommission



9.12.13 11:00 - 9.12.13 13:00 | Presseclub Concordia
Im Post-Mubarak-Ägypten verschlechtert sich die Lage von Online-Dissidenten zunehmend. Die Meinungsfreiheit im Internet wird beschnitten. Es droht die Rückkehr in die Ära Mubarak. Unter der Übergangsregierung wurden zwei Blogger festgenommen und einer von ihnen durch das Militärgericht zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Zivilisten dürfen nicht vor Militärgerichte gestellt werden. Der Übergang zu Demokratie und Menschenrechten ist gefährdet.

Petitionsschreiben an den Obersten Rat der Streitkräfte

Ihre Exzellenz Essam Scharaf, Ministerpräsident von Ägypten,

Blogger und Aktivisten haben das Recht, ihre Meinung kundzutun, auch dann, wenn die Übergangsregierung diese Meinung nicht teilt. Dies gehört zu einem demokratischen System, zu dem sich ihr Land bekennt. Die Repressionen gegen Blogger und Internetnutzer müssen enden und die Zensurmaßnahmen eingestellt werden.

Mit Alaa Abdel Fattah und Maikel Nabil Sanad wurden zwei ägyptische Internet-Aktivisten verhaftet. Der Blogger Maikel Nabil Sanad wurde zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe durch ein Militärgericht verurteilt. Der Oberste Rat der Streitkräfte muss der Strafverfolgung von Zivilisten vor Militärgerichten ein Ende setzen, oder Sie gefährden den erfolgreichen Übergang Ägyptens zur Demokratie.

Wir fordern die Militärregierung auf, die Verfolgung von Internet-Dissidenten einzustellen sowie die Blogger Alaa Abdel Fattah und Maikel Nabil Sanad sofort freizulassen.

Wir möchten Sie außerdem daran erinnern, dass das Sammeln und Verbreiten von Informationen ein Recht ist, das im Artikel 19(2) des „Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte", den Ägypten unterzeichnet hat, garantiert wird. Dies beinhaltet „das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten."

Sign the petition here >>
16.11.11 9:09 | Petitionen |

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Reporter ohne Grenzen ist eine regierungsunabhängige Menschenrechtsorganisation mit Beobachterstatus bei Europarat und UNESCO und ist akkreditiert bei den Vereinten Nationen.

<info@rog.at>

Alser Str. 22/8, 1090 Wien
tel. +43/1/581.00.11
fax +43/1/276.79.71

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